5.500 neue Bäume für die Fränkische Schweiz

Von links: Kathrin Riedl, stellvertr. Behördenleiterin des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken; Richard Wiegärtner, 3.Bürgermeister Stadt Ebermannstadt; Thorsten Glauber, Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz; Corinna Brauer, Geschäftsleitung ILE Fränkische Schweiz AKTIV; Julia Petschler, Projektmanagerin; Jonathan Kroack, Amt für Ländliche Entwicklung; Johannes Schmidt, Baumschule J.Schmitt

 

„Wir freuen uns über das große Interesse – in den vergangenen drei Jahren wurden über 5.500 Streuobstbäume über uns bestellt“, freut Bürgermeister Hanngörg Zimmermann, der stellvertretende Vorsitzende der Interkommunalen Allianz ILE Fränkische Schweiz AKTIV. „Jeder Baum zählt und erhöht die Artenvielfalt in unserer Heimat“.

Dank dem Bayerischen Streuobstpakt gibt es seit dem Jahr 2023 kostenlose Obstbäume für alle, die in Bayern leben. Als eine der Ersten beteiligten sich auch die 12 Mitgliedskommunen der ILE Fränkische Schweiz AKTIV am Förderprogramm.

Auch in diesem Jahr konnten die Einheimischen der interkommunalen Allianz auf deren Webseite ihre Baumwünsche bestellen. Erstmals war auch ein Sortiment in Bio-Qualität bestellbar. Mit der Baumschule wurden die Bestellungen abgestimmt und die Lieferungen vereinbart. Am Donnerstag, 20.November erfolgte nun die Ausgabe der Bäume in den 12 Kommunen. Eine logistische Meisterleistung der Baumschule und der örtlichen Bauhöfe, denn es galt 1.600 Bäume zu sortieren, zu beschriften und frostsicher zu lagern. Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber war es ein Anliegen, das Engagement der vielen „Streuobstler“ in seiner Heimat persönlich zu würdigen:

„Für mich ist der Streuobstpakt eine absolute Erfolgsgeschichte – ob Vereine, Privatpersonen, Schulen, die ILE-Kommunen … sie alle können auf diesem Weg sehr einfach Streuobstbäume bestellen. Und es ist mir eine persönliche Herzensangelegenheit, das Ziel zu schaffen: Bis 2035 sollen zusätzlich eine Million Bäume gepflanzt und bestehende Streuobstwiesen erhalten werden. Gemeinsam können wir einen bedeutenden Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten, betonte Minister Glauber.

Das Ausgabeteam des Bauhofs Ebermannstadt

 

Der Streuobstpakt wurde als Folge des Artenschutzvolksbegehrens beschlossen. „Streuobst für alle“ richtet sich vor allem an Privatpersonen, Vereine und Kommunen. Egal ob für die Streuobstwiese oder den eigenen Garten: Die Natur profitiert in jedem Fall von der Pflanzung der Obstbäume. Die Bäume sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sie werden von Insekten bestäubt, liefern Pollen und Nektar. Die Früchte schmecken nicht nur den Menschen, sondern auch Vögeln und Wildtieren.

„Mit dem Streuobstpakt bringen wir mehr Vielfalt in unsere Fränkische Schweiz, denn unter den Bestellungen sind nicht nur die klassischen Sorten wie Äpfel-, Birnen und Kirschbäume, sondern auch Bäume, die fast keine Arbeit machen, wie Speierling, Maulbeere, Vogelkirsche oder Mispeln“, erklärt Corinna Brauer, die Managerin der ILE Fränkische Schweiz AKTIV, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Julia Petschler den Streuobstpakt abgewickelt hat.

Ausgabe in Gößweinstein mit Umweltminister Glauber, ILE-Management und Hanngörg Zimmermann, 1.Bürgermeister von Gößweinstein und stellvertretender Vorsitzender der ILE Fränkische Schweiz AKTIV

 

Kathrin Riedl, die stellvertretende Behördenleiterin des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken ist extra aus Bamberg angereist, um sich direkt vor Ort zu informieren, wie der Streuobstpakt in den Regionen umgesetzt wird: „Streuobstwiesen sind ein wertvolles Erbe, das wir für zukünftige Generationen bewahren müssen. Die ILE Fränkische Schweiz AKTIV hat in ganz Oberfranken die meisten Bäume in die Region gebracht. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für die Artenvielfalt in der Streuobstregion Fränkische Schweiz.“ bekräftigt sie. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken sorgt dafür, dass das Geld für die Bäume direkt in der Fränkischen Schweiz ankommt und bearbeitet möglichst unbürokratisch die von der ILE gestellten Förderanträge.

Das ehrenamtliche Ausgabeteam für Kirchehrenbach, Leutenbach und Weilersbach: Dieses Jahr gemeinsam am Bauhof in Kirchehrenbach vor Ort

 

Jeder Baum wird mit bis zu 45 Euro vom Freistaat gefördert. Als Privatperson kann man die Förderung nicht selbst stellen beim Amt für Ländliche Entwicklung. Es braucht eine Kommune oder einen Verein dafür. Wer in den 12 Kommunen der ILE Fränkische Schweiz AKTIV lebt oder arbeitet, für den wickelt das ILE Management die Bestellungen ab.

Die ILE Fränkische Schweiz AKTIV steht beim Streuobst nicht nur für Quantität, sondern legt auch Wert auf Qualität. Deswegen wird eng mit dem Landschaftspflegeverband Forchheim und der Streuobstberatung der Unteren Naturschutzbehörde zusammengearbeitet, die verschiedene Kurse im Bereich Streuobst anbieten. So fand extra abgestimmt auf die Ausgabe in den Mitgliedskommunen ein Pflanzkurs in Kirchehrenbach statt, der restlos ausgebucht war. Auch hier zeigt sich das große Interesse in der Bevölkerung. Darüber hinaus ist jeder eingeladen, sich aktiv an der Pflege und Erhaltung dieser wertvollen Flächen zu beteiligen.

Nehmen Sie hierzu gerne mit dem ILE-Management Kontakt auf.

Das Ausgabeteam aus dem Bauhof und der Verwaltung für die VG Gosberg (Kunreuth, Pinzberg, Wiesenthau)

 

Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer!

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